TL;DR – DIE KURZFASSUNG

  • Nein – eine Lizenz gilt für eine bestimmte Anzahl von Geräten oder Nutzern, je nach Modell.
  • Abo-Lizenzen (wie M365) gelten pro Nutzer, oft für mehrere Geräte desselben Nutzers.
  • Im Zweifel lieber eine Lizenz zu viel als zu wenig – bei Audits zählen installierte Kopien.

Die direkte Antwort

Nein – eine Lizenz gilt in der Regel für eine bestimmte Anzahl von Installationen oder Geräten. Was genau erlaubt ist, steht in den Lizenzbedingungen. Aber die wichtigsten Modelle sind überall ähnlich.

Die drei häufigsten Lizenzmodelle

LizenztypWas ist erlaubt?Typisches Beispiel
EinzelplatzlizenzInstallation auf einem GerätEinmalige Software-Käufe
Mehrplatzlizenz (Volumen)Feste Anzahl Geräte (z.B. 5 oder 10)Microsoft Open License
Abo-Lizenz (pro Nutzer)Ein Nutzer, mehrere GeräteMicrosoft 365

Einzelplatzlizenz

Darf auf einem einzigen Gerät installiert werden. Willst du die Software auf einem zweiten PC nutzen, brauchst du eine zweite Lizenz. Klassisch bei älteren, einmalig gekauften Programmen.

Mehrplatzlizenz (Volumenlizenz)

Gilt für eine festgelegte Anzahl von Geräten – zum Beispiel fünf oder zehn. Günstiger pro Platz als Einzellizenzen. Ab etwa drei bis fünf Geräten oft die bessere Wahl für Betriebe.

Abo-Lizenz (z.B. Microsoft 365)

Gilt pro Nutzer. Ein Nutzer darf das Programm oft auf mehreren eigenen Geräten installieren – PC, Laptop und Tablet gleichzeitig. Aber: Jeder Mitarbeiter braucht eine eigene Lizenz. Zwei Mitarbeiter dürfen nicht denselben Account teilen.

Häufig übersehen: Wenn ein neuer Mitarbeiter den alten PC eines Kollegen übernimmt, ist die Softwarelizenz oft noch auf den alten Nutzer registriert. Das sollte übertragen oder neu geregelt werden – sonst läuft die Software zwar, aber nicht lizenzkonform.


Was bei Softwareaudits passiert

Softwareanbieter haben das Recht, die Lizenznutzung in Betrieben zu prüfen – bei größeren Unternehmen passiert das regelmäßig. Bei Audits zählen installierte Kopien, nicht die Anzahl der Nutzer, die die Software aktiv verwenden.

Das bedeutet: Wer fünf PCs mit einer Software bespielt hat, aber nur drei Lizenzen besitzt, ist unlizenziert – auch wenn nur zwei Mitarbeiter die Software täglich nutzen.

Faustregel: Im Zweifel lieber eine Lizenz zu viel als zu wenig.


Häufige Folgefragen

Wie behalte ich den Überblick über unsere Lizenzen?

Ein einfaches Lizenzregister reicht für die meisten Betriebe: eine Tabelle mit Software, Lizenzanzahl, Ablaufdatum und zugeordnetem Gerät oder Nutzer. Viele machen das in einer Excel-Datei oder direkt in einem Dokument auf dem Server.

Darf ich eine Lizenz von einem alten Gerät auf ein neues übertragen?

Oft ja – aber nicht immer. Bei Einzelplatzlizenzen ist eine Übertragung meistens möglich, wenn das alte Gerät deinstalliert wird. Bei OEM-Lizenzen (die mit einem Gerät verkauft wurden) ist die Bindung ans Gerät oft dauerhaft. Im Zweifel: in die Lizenzbedingungen schauen oder beim Anbieter nachfragen.

Was sind kostenlose Alternativen, um Lizenzkosten zu sparen?

Es gibt solide Open-Source-Alternativen für viele gängige Programme – zum Beispiel LibreOffice statt Microsoft Office, GIMP statt Photoshop, VLC statt kostenpflichtiger Mediaplayer. Ob sie für deinen Betrieb passen, hängt von den Anforderungen ab.